Pferdeernährung kurz gefaβt 1 – Wasser

Dr Giuseppe Iardella DMV Direktor Equidiests Srl

1. Wasser – das wichtigste Futtermittel – das Wasser – wird oft sowohl qualitativ als auch quantitativ am meisten übersehen. Wenn das Wasser aus einem Brunnen oder aus einer natürlichen Quelle stammt, muss seine Trinkbarkeit geprüft werden, auch wenn dies im Allgemeinen vom öffentlichen Wasserwerk garantiert wird.
Die Menge an Wasser (von guter Qualität), die den Pferden sowohl im Paddock als auch in der Box zur Verfügung gestellt wird, ist jedoch von größter Bedeutung. Die Verabreichungswege entsprechen nämlich nicht immer den Bedürfnissen dieses Tieres, das täglich bis zu 60-80 Liter Wasser trinken kann. Das Wasser repräsentiert etwa 2/3 des Körpergewichts des Pferdes. In ihrem natürlichen Zustand trinken grasende Pferde normalerweise sporadisch, da der größte Teil des Wassers wird vom frischen Futter gewährt. Bei einer Heu Diät – die zu 90% trocken ist – ist die Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung.
Pferde trinken normalerweise den Mahlzeiten entsprechend, aber die Wassermenge, die sie zu sich nehmen, hängt nicht nur vom Futter ab, sondern auch von den organoleptischen Eigenschaften und der Möglichkeit, den Vorgang des Trinkens so natürlich wie möglich durchzuführen: d.h. die Lippen ins Wasser zu tauchen und die Flüssigkeit zu saugen. Das Selbsttränkebecken lässt oft das Tier nicht auf die geeignetste Weise trinken, und dies kann den Wasserverbrauch verringern. Dies kann auch bei der Verwendung von Eimern geschehen, die mehr Wasser enthalten, aber nur stehendes Wasser, und deshalb kann diese Lösung nicht die idealen organoleptischen Eigenschaften garantieren, insbesondere während der heißen Jahreszeit.
Eine unzureichende Wasserversorgung des Körpers beeinträchtigt alle Stoffwechselprozesse und erhöht deutlich die Kolikanfälligkeit.

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